So werden Autoschlösser vor der Vereisung geschützt

Sobald nachts der erste Frost einsetzt, droht auch das Einfrieren der Türschlösser. Besonders Autofahrer, die morgens mit ihrem Fahrzeug zur Arbeit fahren möchten, werden von diesem Umstand kalt erwischt.

In der Eile versuchen sie das Schloss mit Gewalt aufzubekommen und brechen dabei ihren Autoschlüssel ab. Durch diesen Versuch verlängert sich nicht nur ihre Wartezeit. Sie müssen auch noch das Schoss und den zerstörten Autoschlüssel ersetzen. Doch welche Maßnahmen schützen vor der Vereisung?

Die Schlösser ausreichend schmieren

Es gibt spezielle Öle, die das Schloss vor dem Austrocknen bewahren. Außerdem verdrängen diese Schmierstoffe das eindringende Wasser. Es sollte jedoch nur Öl verwendet werden, dass für den Schutz vor Vereisungen empfohlen wird. Motoröl eignet sich beispielsweise nicht dafür. Mehr Informationen zu den passenden Ölen erhalten die Fahrzeughalter von den Herstellern oder in Werkstätten.

PKW-Besitzer sollten ihre Autoschlösser im Winter außerdem mit Frostschutzmitteln einreiben. Sie nehmen dafür einfach ein Papiertaschentuch, spritzen etwas von der Lösung darauf und wischen dann über das Schloss. Wegen der giftigen Inhaltsstoffe müssen bei dieser Arbeit immer Handschuhe getragen werden.

Wenn bei einem plötzlichen Wetterumschwung weder die entsprechenden Öle noch Frostschutzmittel vorhanden sein, können die Fahrer kurzfristig auch zum Klebeband greifen. Sie kleben das Schloss über Nacht ab. Dadurch dringt ebenfalls keine Flüssigkeit ein.

Die Autowäsche in den kalten Jahreszeiten möglichst vermeiden

Viele Autofahrer genießen die Zeit in der Waschstraße. Sie sind dort meistens ungestört und befreien ihr Gefährt von kleinen und großen Verunreinigungen. Einige von ihnen gönnen ihren Fahrzeugen sogar eine Spezialreinigung.

Im Frühling und Sommer spricht auch nichts gegen die ausgedehnten Autoreinigung. Den Schlössern droht keine Gefahr, da die verwendete Flüssigkeit im Laufe des Tages verdunstet. Anders sieht es da in den kälteren Monaten aus.

Das festsitzende Wasser in den Schlössern gefriert und dehnt sich aus. Dies ist der Grund dafür, dass der Autoschlüssel nicht mehr hineinpasst. Deshalb sollte der Wagen im Herbst und Winter nur bei größter Verschmutzung gewaschen werden. Es sei denn, der PKW steht über Nacht in einer beheizten Garage.

Was tun, wenn der Schaden schon passiert ist?

Das Eis im Schloss lässt sich mit Wärme gut bekämpfen. Hierfür sollte allerdings kein heißes Wasser zum Einsatz kommen. Es friert an der kalten Luft schnell ab und verschlimmert die Vereisung noch weiter.

Die Fahrer greifen lieber zu einem batteriebetrieben Föhn. Falls dieser nicht zur Verfügung steht, kann der Schlüssel auch mit dem Feuerzeug erhitzt werden. Er gleitet dann nach einigen Versuchen durch das Eis wie das heiße Messer durch die kalte Butter.

Türschlossenteiser machen ihrem Namen alle Ehre

Ein Enteiser wird in der Regel in einer kleinen Flasche aufbewahrt und kann ohne Weiteres in der Jacke verstaut werden. Sollte das Schloss dann zugefroren sein, wird das Gefäß einfach an die Öffnung gehalten, sodass das Mittel eindringt,

Nach einigen Sekunden ist das Schloss vom Eis befreit. Der Schlüssel dringt dann wieder problemlos in die Öffnung. Der Enteiser schmiert das Schloss zusätzlich ein und verhindert ein erneutes Einfrieren. Die kleinen Fläschchen sind in beinahe jedem Fachgeschäft für Autozubehör zu finden und kosten meistens nicht mehr als 15 Euro.

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